Das Qi stärken

  • Im Folgenden die wichtigsten Grundsätze, um durch die Ernährung das Qi zu stärken:
    • Viel kochen

    Die Nahrung, die wir zu uns nehmen, muss erst in Qi und Blut umgewandelt werden, eine Aufgabe, die nach der TCM vor allem den Funktionskreisen Magen und Milz obliegt. Diese Transformation können wir unterstützen und vereinfachen indem wir die Speisen kochen. Das Garen der Speisen funktioniert wie eine Art „Vorverdauung“ und was die Ausbeute des Qi betrifft gilt: je mehr wir kochen, desto mehr wird das Qi gestärkt. (Dies gilt nicht in gleicher Weise für das Blut!) Deshalb setzt die TCM bei Qi-Mangel unter anderem Speisen mit sehr langen Kochzeiten ein. Ein Paradebeispiel dafür ist das Congee, der Reisbrei.

  • Regelmäßig volles Getreide und Hülsenfrüchte verwenden

Um die Milz und ihr Qi zu stützen gibt es nichts besseres als vollwertige Getreide und Hülsenfrüchte, in anderen Worten: komplexe Kohlenhydrate. Weißes Mehl hingegen sollte so selten wie möglich auf den Tisch kommen: es produziert viel Feuchtigkeit und schwächt die Milz. Geeignete Getreide sind zum Beispiel Reis, Gerste, Hirse, Quinoa und Buchweizen. Als Ersatz von weißem Mehl kann man auf volles Dinkel- oder Kamutmehl ausweichen.

  • Stark befeuchtende Nahrungsmittel reduzieren oder ganz vermeiden

Zu den Nahrungsmitteln, die viel Feuchtigkeit hinterlassen und dadurch die Transformation erschweren gehören Milchprodukte, Fruchtsäfte oder Obst, sehr fette Speisen, Weizenmehl und Süßes. Es fällt auf, dass viele dieser Nahrungsmittel heute als Auslöser von Intolleranzen bekannt sind. Die Chinesen hatten vor Jahrhunderten natürlich noch keine Ahnung von Laktose, Fruktose oder Gluten, sie haben einfach nur festgestellt, dass sich diese Nahrungsmittel bei einer schwachen Verdauung als besonders störend erweisen.

  • Unbezahlbar: das warme Frühstück

Morgens brauchen wir besonders viel Qi, um aktiv in den Tag zu starten. Was in weiten Teilen der Welt heute noch gang und gäbe ist, gehörte auch in unseren Breiten bis ins 20. Jahhundert hinein zum Alltag: ein warmes, gekochtes Frühstück mit Getreide oder Hülsenfrüchten, Eiern oder Fleisch. Meiner Erfahrung als Ernährungsberaterin nach gibt es meist keine andere einzelne Maßnahme in der Umstellung der Ernährung, die eine so positive Wirkung zeigt wie die Einführung eines warmen Frühstücks.

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